Der Junge ist eine echte Rakete

Der Junge ist eine echte Rakete

10.08.2011 Der Junge ist eine echte Rakete

Fahrenbach. Das wurmt Mike Bauer immer noch, dass die Oberliga-Ringer des SV Fahrenbach in der vergangenen Saison gleich vier Kämpfe nur mit einem Punkt Differenz verloren haben. "Hätten wir viermal gewonnen, wären wir Vierter statt Achter geworden. Das wäre der Leistung der Mannschaft eher gerecht geworden", hat der Trainer die vergangene Runde noch nicht ganz abgehakt. Vor allem auch deshalb, weil er hofft, dass so mancher Ringer seine Lehren aus diesen knappen Misserfolgen zieht und für die neue Saison eine bessere Einstellung an den Tag legt. "Das ist den Mannschaftskameraden gegenüber, die immer im Training sind und den vollen Einsatz bringen, einfach nicht in Ordnung", sagt Bauer. Auch wenn er mit der aktuellen Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung noch nicht ganz zufrieden ist - "gerade von den Jüngeren sind halt viele noch in Urlaub" -, blickt er der neuen Saison mit einer guten Portion Zuversicht entgegen. Diese resultiert vor allem aus den Neuzugängen, die bislang einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben. Ein echter Glücksgriff Da ist allen voran Max Wörtge zu nennen, der vom AV Groß-Zimmern den Weg nach Fahrenbach gefunden hat. "Das ist ein absoluter Glücksgriff für uns, denn der Junge ist eine echte Rakete", ist Bauer von den Fähigkeiten des 20-jährigen Talents sichtlich angetan. Den Kontakt zu ihm stellten die beiden Fahrenbacher Tobias Schröder und Pascal Eisele her, die ihn von Auswahllehrgängen her kennen. "Er hatte auch noch einige andere Angebote auch von noch höherklassigeren Vereinen. Dass er sich für uns entschied, ist eine Riesensache. Von ihm wird man in der Zukunft noch einiges hören", ist sich Bauer sicher. Wörtge soll die Lücke füllen, die durch den Wechsel von Adam Piela nach Laudenbach in der 74-kg-Klasse entstanden ist. "Ich schätze Max technisch noch stärker ein als Adam, und das heißt schon was, schließlich hat Piela im vergangenen Jahr gerade einmal zwei Kämpfe verloren." Fest eingeplant für den Oberliga-Kader ist auch Frank David Roßner, ein mit 16 Jahren ganz junger Ringer, der vom KSV Seeheim gekommen ist. Die Seeheimer sind in die Hessenliga abgestiegen. Um weiter auf Oberliga-Niveau ringen zu können, hat er sich für den Wechsel nach Fahrenbach entschieden. Der Fünftplatzierte in der 69-kg-Klasse der deutschen Jugendmeisterschaft "wird kämpfen müssen, aber wenn man auf diesem Niveau antritt, kann man sich nur verbessern", traut Bauer auch ihm eine gute Entwicklung zu, zumal Roßner im Training einen großen Ehrgeiz zeigt. So hofft der Trainer, dass "wir an den beiden noch länger unsere Freude haben werden". Die 50- sowie die 55-kg-Klasse sollen schließlich mit einem der jungen Talente aus dem eigenen Nachwuchs besetzt werden. So stoßen mit Benjamin Krämer, Tobias Schütz und Steffen Sattler drei hoffnungsvolle Kräfte zu den Aktiven hinzu. Bei den Senioren ein anderer Wind "Wer hier das Rennen machen wird, wird sich in den Wochen bis zum Rundenstart zeigen", will Bauer die weitere Entwicklung der drei Kandidaten abwarten. Klar ist aber auch, dass sich die Jungen hier erst einmal hineinfinden müssen, denn "bei den Senioren weht ein anderer Wind". Ansonsten können die Fahrenbacher auf ihre bewährten Kräfte bauen, beispielsweise auf Leistungsträger Martin Arnold in den oberen Gewichtsklassen, auf einen Patrick Eisele, der sich in der vergangenen Saison stetig gesteigert hat, oder auf Simon Schröder, der zu den stärksten Ringern in der 66-kg-Kategorie zählt. Nach dem achten Rang in der vergangenen Runde ist ein besseres Abschneiden das klare Ziel für Bauer - auch wenn es ihm schwer fällt, das Leistungsvermögen der Konkurrenz einzuschätzen: "Da hat sich wieder einiges auf dem Wechselmarkt getan." Ganz vorne erwartet er die Teams aus Dieburg, die sich mit Ringern aus Groß-Zimmern sehr gut verstärkt haben, aus Waldaschaff, Gailbach mit den beiden ehemals in der Fahrenbacher Jugend antretenden Wolny-Brüdern oder auch dem AC Goldbach. Für die zweite Mannschaft soll zumindest der Einzug in die Finalrunde der Gruppenligen erreicht werden. Am Samstag, 27. August, startet die Oberliga-Saison mit dem Heimkampf gegen den KSC Krombach, die Zweite tritt eine Woche später bei der Krombacher Reserve an. Zuvor steht am kommenden Wochenende noch ein Trainingslager in Berghausen auf dem Programm. jün Artikel vom: 10.08.2011 Quelle:wnoz.de





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